1. Juli

Der Tag gegen antimuslimischen Rassismus

Islam- und Muslimfeindlichkeit, die sich zunehmend in gewalttätigen Übergriffen äußern, sind eine große Gefahr für unsere Gesellschaft und die Demokratie insgesamt. Darauf machen wir am 1. Juli aufmerksam. Den Tag gegen antimuslimischen Rassismus nutzen wir, um das Bewusstsein dafür zu schärfen.
Wir treten menschenfeindlichen Denk- und Verhaltensweisen entgegen. Wir mischen uns ein, wo wir sie wahrnehmen. Wir solidarisieren uns gegen jede Art und jeden Akt von Gewalt.

Alltag in
Deutschland

»Scheiss-Muslime,
Verlass Deutschland!«

Mit diesen Worten beleidigte ein Fahrgast einen Taxifahrer in Charlottenburg. Wenig später greift er dem Fahrer an den Hals.

Schlag
ins Gesicht

Im Mai wurde einer Frau in Berlin aufgrund islamfeindlicher Motive ins Gesicht geschlagen.

Nasenbruch

Auf dem Weg zum Einkaufen ruft ein Mann "Scheiß Muslime!" und geht auf eine junge Frau mit Kopftuch los und bricht ihr das Nasenbein.

Bombenanschlag

Ein 31-Jähriger zündet drei selbst gebaute Rohrbomben vor einer Moschee, in der der Imam mit Familie wohnt.

Höchste Zeit,
sich einzumischen!

Es bleibt nicht bei der Ablehnung muslimischer oder als muslimisch wahrgenommener Menschen. Zunehmend gibt es gewaltsame Übergriffe.
Beleidigungen oder Bedrohungen bis hin zu gewalttätigen Angriffen ereignen sich mittlerweile jeden Monat und führen teilweise sogar dazu, dass Musliminnen, Muslime oder als muslimisch wahrgenommene Menschen, nicht mehr als gleichwertige Menschen gesehen werden.
Offene Islamfeindlichkeit und antimuslimischer Rassismus sind in die Mitte der Gesellschaft gerückt und führen bei manchen zu einer Entmenschlichung von Muslim*innen. 1.075 Übergriffe auf Muslim*innen und muslimische Einrichtungen wurden 2017 in Deutschland erstmals als explizit „islamfeindlich“ strafrechtlich erfasst – die Dunkelziffer antimuslimischer Hassverbrechen wird von Expert*innen jedoch wesentlich höher, auf das Achtfache, geschätzt.

Warum der 1. Juli?

Am 1. Juli 2009 wurde im Landgericht Dresden Marwa El-Sherbini ermordet. Der gewaltsame Tod der schwangeren, 32-jährigen Pharmazeutin aus Ägypten wurde auch international zur Zäsur dafür, was Islamfeindlichkeit für Folgen haben kann. Als internationaler Tag gegen antimuslimischen Rassismus steht der 1. Juli seitdem für entschiedenes Eintreten für eine solidarische, demokratische, freiheitliche und multireligiöse Wertegemeinschaft.

Wer dahinter
steht

Mit aktuell 20 Organisationen und Projekten bundesweit wenden wir uns entschieden gegen antimuslimischen Rassismus und Islamfeindlichkeit.

#KEINPLATZFÜRHASS

Mach mit!

Vom 29. Juni bis 1. Juli 2018 rufen wir bundesweit zu Aktionen gegen antimuslimischen Rassismus auf.

Spread the Word

Spread the Word

Organisiere eine eigene Aktion: Flashmob oder Podiumsdiskussion, Infostand, Kunstaktion? Mach Islam- und Muslimfeindlichkeit zum Thema! Wenn Du uns rechtzeitig über Deine Aktionen informierst, verbreiten wir sie weiter. Schreibt einfach an: info@claim-allianz

Zeig Dich Solidarisch

Zeig Dich
solidarisch!

Kunst ist ein guter Weg, um Aufmerksamkeit zu schaffen. Unser Symbol gegen Islam- und Muslimfeindlichkeit verbreiten wir in Form von Ansteckern und Aufklebern und auch online. So kann sich jeder solidarisch zeigen – allein das ist unendlich wertvoll. → Symbol-Kit laden

#KEINPLATZFÜRHASS

Sharing
Is Caring

Auch wer keine eigene Aktion durchführt, kann als Person oder Organisation auf den Tag gegen antimuslimischen Rassismus aufmerksam machen: Teile die offiziellen Posts via #KEINPLATZFÜRHASS auf Facebook und Instagram. Verbreite das Symbol gegen antimuslimischen Rassismus über dein Online-Netzwerk und nutze #KEINPLATZFÜRHASS.

Aktionen

  • 29. Juni - 01. Juli

    Erzählt uns eure Geschichte!

    Online

    Postet vom 29.06-01.07. online auf Facebook eure Geschichten und nutzt die Hashtags #KeinPlatzFürHass #SilberstreifAmHorizont

  • 1. Juli 2018

    #STOP!AntimuslimischerRassismus

  • 30. Juni

    Aktionsstand auf dem Interkulturellen Fußballturnier

    Sportanlage
    Lüderitzstr. 31-53,
    Berlin-Wedding

    Veranstalter: Inssan e.V. / Facebook Event

  • 1. Juli

    Frag eine Muslima. Frag einen Muslim.

    Garellyhaus,
    Saaruferst.16,
    66117 Saarbrücken

    Diskussionsveranstaltung und Vortrag. #Vortrag #Diskussion
    www.fad-saar.de

  • 1. Juli

    „Das hat (nichts) mit Rassismus zu tun!“

    Colonia-Allee 3,
    51067 Köln

    Vortrag von Iman Attia im Rahmen der fair.gespräche #Vortrag
    Organisator: Fair international

  • 1. Juli

    Takeover Stuttgarter Marktplatz

    Marktplatz
    Stuttgart

    Veranstalter: WoW e.V. + Forum der Kulturen Stuttgart e.V. #Kunstaktion

  • 1. Juli

    Graffiti Workshop

    Bremen

    Veranstalter: Al-Etidal #Workshop

  • 1. Juli, 10-14.30 Uhr

    Einblick in die Entstehung von und den Umgang mit Rassismus.

    KIgA e.V.,
    Oranienstraße 34,
    10999 Berlin

    Mit dabei unter anderem Désirée Galert (PIIP, Narud e.V.) / Eine Veranstaltung der Muslimischen Hochschulgruppe Berlin in Kooperation mit KIgA. #Workshop
    Facebook

  • 29.Juni – 1.Juli 2018

    Bundesweite Straßenkunst gegen Islam- und Muslimfeindlichkeit

    Bayern, Berlin, Sachsen und Schleswig-Holstein.

    In vier Städten kamen Mitglieder des JIK-Netzwerkes durch Straßenkunst mit Passant*innen ins Gespräch und informierten über den Aktionstag. #Aktion
    Veranstalter: Netzwerk der Jungen Islam Konferenz (JIK)

  • 1. Juli

    Launch der Publikation „Muslimfeindlichkeit in Europa

    Veranstalter: Minor und La Red / Download der Publikation #Veröffentlichung

  • 1. Juli 2018

    Veröffentlichung: "Neun Thesen, was sich in der Islamberichterstattung ändern muss"

    Online

    Veranstalter: The Muslim Story #Publikation #Aktion

  • 5. Juli, 18.00 Uhr

    Islamfeindlichkeit- Na und?!

    Ohligser Festhalle
    Solingen
    Nordrhein-Westfalen

    Mit dabei unter anderem: Bloggerin und Journalistin Kübra Gümüsay und die Datteltäter #Podiumsdiskussion #Workshop
    www.awo-aqua.de

Presse

Liebe Journalist*innen, wir stellen hier unser Kampagnen-Material für Ihre Berichterstattung zur Verfügung. Bei Fragen erreichen Sie uns unter presse@claim-allianz.de

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